Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V.

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DJ Seidel
erstellt am: 17.08.2002
aktualisiert am: 10.03.2012

Emanuel & Sandy

Hallo Frau Seidel, 

im Dezember 2008 waren wir im Tierheim und haben Sandy, die allein lebende Wüstenrennmaus für
unseren Sohn mit nach Hause genommen. 

Zu Beginn war Sandy sehr scheu und flitzte gleich in eines ihrer Verstecke im Käfig, wenn man sich zu
schnell näherte. Doch schnell merkte sie, dass es Leckereien wie Sonnenblumenkörnchen etc. nur aus
der Hand gibt. Am Anfang kniff sie dabei die Augen zu und nahm sie ganz vorsichtig.
Inzwischen wartet sie schon und klettert sofort frech auf die Hand.
Mein Sohn ist sehr glücklich mit seinem Mäuschen. Schade nur, dass sie alleine leben muss.

Vor zweieinhalb Jahren wurde uns unsere ursprünglich zugelaufene, sehr zutrauliche, geliebte Katze
von Katzenfängern geraubt und umgebracht. (Die Polizei hatte mehrere Katzen ohne Fell in der Nähe
von Erbach gefunden. Unsere hatte einen kurzen Schwanz und befand sich wohl darunter.) 

Weil wir uns so an eine Katze gewöhnt hatten, beschlossen wir, ein älteres Tier aus dem Tierheim
Biberach zu holen. Wir entschieden uns für Emanuel.
Die angepriesene Familienkatze verschwand die ersten 2 Wochen beim kleinsten Geräusch unter dem
Sofa und war kaum zu sehen. Er hatte nur zu mir Vertrauen, vor den Kindern und meinem Mann
flüchtete er. Im Freien zuckte er sogar vor einem vorbeifliegenden Vogel zusammen.

Inzwischen ist Emanuel zum fordernden Pascha geworden, der sein Personal gut im Griff hat.
(Tür auf - Tür zu, streicheln - jetzt sofort, sonst legt er sich bei Nichtbeachtung auch mal auf die gerade
zu lesende Zeitung.) Nur bei den Kindern ist er immer noch etwas vorsichtig.
Vor Fremden hat er nach wie vor Angst, aber das ist gar nicht so schlecht.  

Im Sommer ist er meist im Garten unterwegs, nie weit weg, kommt ab und zu zum Streicheln vorbei.
Wenn man sich auf die Terrasse setzt, ist er auch schon da, eigentlich wie ein Hund.
Wenn wir verreisen, macht er solange Urlaub bei meiner Mutter.
Auch dort beherrscht er den sehr großen Garten und den älteren Hund meiner Mutter.
Wenn Emanuel kommt, um zu sehen was sich im Fressnapf des Hundes befindet, geht der Hund
bereitwillig zur Seite.

Wer hätte gedacht, dass sich aus diesem Häuflein Elend ein so prächtiger Gartentiger entwickelt. 

Also nochmals vielen Dank für die nette Beratung. 

Familie R.

Wir haben keine Einwände bei einer eventuellen Veröffentlichung.

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